Sibylla Schwarz, Werke, Taschenbuch

German

Sibylla Schwarz, 1621-1638,  Werke, Briefe, Dokumente, Kritische Ausgabe, Band 1: Briefe, Sonette, Lyrische Stücke, Kirchenlieder, Ode, Epigramme und Kurzgedichte, Fretowdichtung.

Hg. Michael Gratz, Softcover, Format A5, lieferbar ab Januar 2021, ISBN 978-3-942901-42-0, (ca.) 20 Euro

Die Taschenbuchausgabe bietet den kompletten Inhalt der Gesamtausgabe in kompaktem Layout und enthält somit das gesamte erklärende Material und alle Register der Hardcoverausgabe.

Das Werk der frühreifen Dichterin ist geprägt durch eine intensiv persönliche wirklichkeitswache Auseinandersetzung mit Tod, Religion, Krieg und Flucht. Sie stellte Adelsprivilegien in Frage und griff vehement bestehende Rollenvorstellungen an: Frauen sollten genauso dichten, Krieg führen oder Politik betreiben können wie Männer.

Sie bediente sich dazu der neuesten Schreibweisen und entwickelte sie fort.

Einst als „pommersche Sappho“, „Wunder ihrer Zeit“ und „zehnte Muse“ gepriesen, passte das gelehrte Mädchen, die ihr Werk an europäischen Vorbildern schulte, nicht zu den Vorurteilen von Biedermeier und nationaler Romantik. So wurde sie im 19. Jh. aus dem Kanon gedrängt.

Für jeden Text wird der Originalstandort ebenso angegeben wie alle Seitenwechsel, typografischen Abweichungen, Einrückungen etc.. Aus dieser Aufbereitung lässt sich der Textbestand der Ausgabe von 1650 vollständig ableiten.

„Sibylla Schwarz kannte ihre Klassiker. Souverän nutzt sie nicht nur die antike Götter-und-Nymphen-Personage, um ihre Gedichte zu bevölkern, sie kennt auch die klassischen Versmaße und beherrscht sie geradezu spielend beherrschte … eine kritische Werkausgabe, reich gespickt mit Fußnoten, die den Leser/-innen Fingerzeige geben zur Entstehung der Texte und zu den strengen Formen, die Sibylla Schwarz bewusst bediente, weil sie sich als Teil jener literarischen Welt ganz selbstverständlich begriff, deren berühmtester Vertreter bis heute Martin Opitz ist.“ Ralf Julke