Kopfgrafik

Dimitris Eleftherakis: Die schwierige Kunst

9783942901291

64 Seiten 12x19

10 Euro

Aus dem Griechischen von der Gruppe LEXIS (Andreas Gamst, Anne Gaseling, Rainer Maria Gassen, Milena Hienz de Albentiis, Christiane Horstkotter-Brussow, Klaus Kramp, Alkinoi Obernesser) unter der Leitung von Elena Pallantza

Im März 2015 wurde über Nacht die Fassade des historischen Gebäudes der Athener Technischen Hochschule von anonymen Straßenkünstlern mit einer monumentalen Graffiti-Zeichnung bedeckt. Das neue Erscheinungsbild des Polytechnikums, das im historischen Bewusstsein der Griechen ein Symbol für den Widerstand gegen die Militärdiktatur (1967-1974) darstellt, verstörte die Athener und wurde zu einem mehrtägigen Medienthema. Kunst oder Wandschmiererei? Protest oder Vandalismus? Die öffentliche Debatte unter Politikern, Intellektuellen, Künstlern, Journalisten und Bürgern deckte viele Wunden der griechischen Gesellschaft auf und inspirierte Dimitris Eleftherakis zu einem poetischen Essay über Erinnerung, Symbole und Stereotypen und über die kulturelle Identität des modernen Griechenlands.

"eine Allegorie und ein trauriges Märchen über die Suche nach Identität in einer veränderten Welt, über die Redefinierung des Griechisch-Seins, über die Suche nach Sinn in der Epoche einer "verlorenen" Generation, mit der das mythische Griechenland in die Hände der Geschichtskrämer geraten ist. Und ist am Ende vielleicht doch eine gar nicht so allegorische und auch keine nur traurige Abrechnung mit der Vergangenheit, ist eine kluge Standortbestimmung der Gegenwart im Angesicht unseres Lebensstils, ein virtuoser Essay, ein Fürstenspiegel moderner Prägung für alle, die sich Gedanken machen über das richtige Regime in unruhigen Zeiten." Lamprini Kouzeli