Kopfgrafik

Sibylla Schwarz

Ist Lieben Lust, wer bringt dann das Beschwer?

19x12 cm

60 Seiten

9 Euro

978-3-942901-21-5

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Sibylla Schwarz (1621–1638), »die pommersche Sappho«, gehörte fast zwei Jahrhunderte zu den bekanntesten weiblichen Namen der Literatur. In das biedere Bild einer nationalen Literaturgeschichtsschreibung ließ sich das barocke Wunderkind, das zwar ihr Dichten stets in internationalem Kontext sah, jedoch ihre Texte meist nicht an eine abstrakte Menschheit sondern zu konkreten Anlässen an konkrete Mitmenschen wandte, nicht recht einordnen. So verschwand sie nach und nach aus den Lexika und wurde zuletzt fast vergessen. Ihre Hemdsärmlichkeit, als junge Frau dichten zu wollen, galt ohnehin als ungehörig und bewahrte sie weitgehend vor jener parfümierten Glätte, die manchen Barockautor heute so schwer lesbar sein lässt.

Neben “ewigen” Themen wie Liebe und Natur beobachtet die Dichterin auch wach aktuelles Geschehen z.B. Krieg und Vertreibung. Die Auswahl basiert auf der in Vorbereitung befindlichen kritischen Ausgabe ihrer Dichtung und bietet die Texte in behutsamer orthografischer Modernisierung mit Erläuterungen.

„Vieles mag einem vertraut vorkommen und doch ist die Schlankheit des Ausdrucks, die Beherrschtheit der Form und Eleganz und Einfachheit dieser so jungen Dichterin bemerkenswert.“ Hendrik Jackson signaturen-magazin.de/sibylla-schwarz--ist-lieben-lust,-wer-bringt-dann-das-beschwer-.html

" ... was die vorliegende, gekonnt angeordnete Auswahl leistet, ist nicht primär, uns mit "Lieben", "Lust" und "Beschwer" einer aussergewöhnlichen jungen Greifswalderin jener dunklen Epoche vertraut zu machen (dafür reichen die ersten vier-fünf Gedichte), sondern besteht darin, uns barocke Lebenswelten ausserhalb der sattsam abgehandelten Fürstenhöfe vor Augen zu führen, was ihr drohendes Auseinanderbrechen bzw. ihre Beharrungskräfte im Angesicht des ominpräsenten Krieges mit einbegreift." www.fixpoetry.com/feuilleton/kritiken/sibylla-schwarz/ist-lieben-lust-wer-bringt-dann-das-beschwer

„Es fällt auf, dass die Texte trotz ihrer poetischen Natur niemals pathetisch oder schwülstig wirken. Vielmehr wohnt ihnen eine Strahlkraft inne, die einerseits ein beeindruckendes Maß an Herz und Gefühl (Ist Lieb ein Feur, Liebe schont der Götter nicht und so manches Gedicht, das stellenweise auch sehr eindeutig Verlangen und Lust thematisiert), aber auch ein ebenso ausgeprägt vorhandener Intellekt und Verstand innewohnt (Ein Gesang wider den Neid). … Angenehm geschmeidig und weich trägt der Rhythmus die Worte, doch fast einer Komponistin gleich wusste Sibylla Schwarz, die Gedichte so zu arrangieren, dass sie niemals ein monotones Einerlei steifer Metrik sind ... die Übergänge sind originell, überraschend, aber niemals unsauber oder holprig.“ www.booknerds.de/2016/05/sibylla-schwarz-ist-lieben-lust-wer-bringt-dann-das-beschwer-buch-leseheft/

„Der kleine Band ist etwas Besonderes, eine Entdeckung ...Für ihre Zeit beeindruckend ist dabei vor allem das Selbstbewusstsein, mit dem sie wohl aufgetreten ist und das sich in ihren Versen spiegelt“ www.alliteratus.com/pdf/lg_lyr_sibylla-schwarz.pdf

"Gute Nachrichten für alle, die sich für Sibylla Schwarz (1621-1638) interessieren ... Das Ouvre der Greifswalder Dichterin wird heute wieder hoch geschätzt, nachdem sie in Deutschland eine Weile weitgehend vergessen war." www.ostsee-zeitung.de/Vorpommern/Greifswald/Leseheft-mit-Werken-von-Sibylla-Schwarz-erschienen

„Auf jeden Fall eine Freude für alle Liebhaber barocker Lyrik.“ www.l-iz.de/bildung/buecher/2016/04/eine-kleine-auswahl-fuer-die-frueh-verstorbene-barock-dichterin-sibylla-schwarz-132401


»Ihre poetischen Werke, abwechselnd gepriesen und geschmäht, vereinen eine seltene geistige Reife und Ursprünglichkeit des Empfindens.« Gustave Vapereau

»Das Sonett lernt tanzen.« Walter Hinck

»Vor allen Dingen muß allhier nicht vorbey gegangen werden / daß wir in Teutschland Frauenspersonen gehabt / und auch noch zur Zeit haben / die die Männer selbst in der Tichtkunst beschämen können. Umb das Jahr 1638 lebte Sibylla Schwartzin ... Diese war traun ein Wunder ihrer Zeit« Daniel Georg Morhof

Herausgegeben von Michael Gratz in Zusammenarbeit mit der Sibylla Schwarz Geselschaft: www.sibylla-schwarz.de