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Don Francisco de Quevedo (1580-1645) Arschäugleins Freuden und Leiden - Übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Jürgen Buchmann

1. Auflage 2011, 

Paperback 19x12

ISBN 978-3-942901-01-7

8 Euro (D) (leicht gehobene Ausstattung)

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  Hinter dem Rücken der Inquisition veröffentlicht, sind Arschäugleins Freuden und Leiden von Don Francisco de Quevedo (1580-1645) einer der schrillsten Seitensprünge der europäischen Literatur. Der von Kalauern, Ketzereien und Fäkalienattacken überbordende, aberwitzig komische Text des spanischen Klassikers, der die fromme Erbauungsliteratur seiner Zeit karikiert, wurde von Jürgen Buchmann erstmals aus dem barocken Spanisch ins Deutsche übertragen und für diese Ausgabe mit einem Nachwort versehen.

"Wer sich so sehr den Diener Euer Gnaden rühmt, was anderes vermöchte er zu bieten als Ärschelei oder Dinge des Ärschels?"

 Quevedo

Ein Muss für die Klobibliothek jedes Philologen!

 

Ralf Juhlke stellt den Text in einen zeitgeschichtlichen Zusammenhang und stellt zum Buch fest:

„Es ist das kleine Brüderlein seiner großen Schelmenromane "Der abenteuerliche Buscón" (1626) und "Leben des Don Pablos" (1644). Und die wieder stehen gleichrangig neben den bis heute immer wieder gern gespielten frivolen und burlesquen Stücken von Calderon und Lope de Vega, beide Zeitgenossen von Quevedo. Der Dichter Luis de Gongora gehört noch in diese Reihe. Und natürlich der Berühmteste von allen: Cervantes.“

In 'Arschäugleins Freuden und Leiden' spielt Quevedo mit einigen der Stilmoden seiner Zeit, nicht nur mit dem theologischen Eiertanz der Traktate, auch mit den Huldigungsschriften, mit denen zu seiner Zeit die Mächtigen und die Gewaltigen auch in Druckschriften hofiert wurden.“

und mit Bezug auf Heute:

„Das Ergebnis ist ein kleiner Spaß … Aber abhängig vom Fleiß und von der Beständigkeit ihrer Einäugleins sind sie alle noch. Und es tut im gestrengen Tagesgeschäft ganz bestimmt gut, sich immer wieder zu sagen, wenn man die Herren in ihren strengen Anzügen und mit ihrem selbstgefälligen Gesichtern sieht: Der hat eins. Und der hat auch eins. Und der guckt so, als hätte er mit seinem gerade mächtige Probleme ... Und der da hat eins, und der da auch.“

L-Iz vom 6.5.2011

Der gesamte Text hier: www.l-iz.de/Bildung/B%C3%BCcher/2011/05/Arschaeugleins-Freuden-und-Leiden.html