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 Antreten zum Dichten

A5

160 Seiten

13 Euro (D)

ISBN 978-3-942901-07-9

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Gründlich vergessen ist der hier dargestellte Aufbruch der Lyrik. Seinerzeit angefeindete Avantgarde, haben sich ihre Verfahren langsam durchgesetzt und ihre Texte wirken heute noch teils erstaunlich frisch. Robert Wohlleben bringt in einem kenntnisreichen und engagierten Essay die Dichtergruppe um Arno Holz nahe, welche von Zeitgenossen als Gegenpol zum überspannten Georgekreis betrachtet wurde.

„Selbst dort, wo die Beobachtungen möglichst objektiv sein sollten, werden die Gedichte durch ihren Detailreichtum zu einem Sammelbecken von individuellen Wahrnehmungen und besitzen eine hohe Spektralkraft. Dem spielt auch die intensive O-Ton-Arbeit sowie die Montage- und Simultantechnik vieler Gedichte in die Hände, die eine Aufeinanderfolge von Diversitäten und Differenzen erst ermöglicht. … Vielleicht war diese Dichtung für den damaligen Zeitpunkt ja wirklich zu radikal, aber aus heutiger Sicht und aus Sicht von mehrheitlich spröden, nackten Digitalisaten lohnt es sich unbedingt, dieses Zeitfenster noch einmal zu öffnen.“ W.F. Schmid signaturen-magazin.de/-robert-wohlleben---antreten-zum-dichten--lyriker-um-arno-holz.html

"sorgfältig und diplo­matisch edierte Ausgabe ...  kenntnis­reiches und erhel­lendes Nachwort ... Natürlich lohnt es sich ... herr­liche Ent­deckungen ... der stille, bis­weilen Robert-Walser-artig bescheidene Ludwig Rein­hard etwa, oder der lako­nische und groß­artig un­pa­the­tische Robert Reß. " www.poetenladen.de/dirk-uwe-robert-wohlleben.php

"Man kann sich kaum noch vorstellen, mit welcher Wucht das Feuilleton der Kaiserzeit über diese Gedichte und ihre Dichter herfiel. … Der offiziöse Literaturgeschmack war klassisch, bieder, spätromantisch und verschämt. Eine verlogene Welt des nationalen Pathos und der blümeranten Innerlichkeit. Was aber Arno Holz mit seinen Schülern anpackte, war die Suche nach einer adäquaten Sprache für die Lyrik der Zeit. Das Ergebnis liest sich wie Manches von Bertolt Brecht, von Claire Goll, von Erich Fried. Arno Holz hat Recht gehabt. So fanden er und seine Schüler den Ton für das neue Zeitalter von Industrie, Technik, Geschäftigkeit. Mancher Text liest sich wie eine Glosse auf die neue Welt der Angestellten und zur Karriere Verdammten. Viele Texte aber beschäftigen sich auch mit Liebe, Verlust, den verstörenden Erfahrungen mit Partnerschaften, mit Armut, Krankheit, Flucht und dem Bewusstwerden der Vergänglichkeit." Ralf Julke www.l-iz.de/Bildung/B%C3%BCcher/2013/04/Die-vergessenen-Schueler-des-Dichters-Arno-Holz-47551.html

"... man findet darunter ungemein vitale, witzige und sprachspielerische Texte, ebenso aber auch schneidend zeitkritische oder dunkler gestimmte Verse ... Ein kundiges Nachwort rundet dieses Bändchen ab, das dazu beitragen sollte, diesen Autoren Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, die gewiss Holz-Schüler waren, aber dennoch ihre jeweils eigenen Stimmen haben und vor allem: die einfach gute Texte produziert haben." Ralf Gnosa lettretage.de/Lettretagebuch/antreten-zum-dichten/

Zusätzliches Material zu Arbeitsweise und Rezeption der Dichtergruppe mit besonderem Fokus auf den im Band nicht vertretenen Paul Ernst stellt der Herausgeber hier bereit: www.fulgura.de/extern/holz/leutnant.html