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Miron Białoszewski (1922 — 1983) zählt zu den eigenwilligsten polnischen Dichtern des 20. Jahrhunderts. Zunächst als Dramatiker und Schauspieler eines Wohnungstheaters bekannt, machte er sich mit Gedichtbänden wie Obroty rzeczy (Kreise der Dinge, 1956) oder Mylne wzruszenia (Irrige Rührungen, 1961) einen Namen als Lyriker.

„Ein großer Dichter des 20. Jahrhunderts, eine Entdeckung für das deutschsprachige Publikum.“ Anja Utler

„Wieder einmal beschleicht mich das Gefühl, dass wir viel zu wenig wissen, von der Dichtung „da draußen“ außerhalb Deutschlands, was schon gemacht wurde, von dem wir keinen poetischen Schimmer haben … eine sehr lohnenswerte Entdeckung.“ Armin Steigenberger

„ … dichte Poesie, gehaltvolle: nicht gemacht aus snobistischem Schaum, sondern vielmehr aus redlichem Schwarzbrot ...“ Jan Błoński

„Białoszewski beschreibt die Welt ... ein bisschen wie ein Ankömmling aus dem All, der sich zum ersten Mal die Erde ansieht ...“ Tadeusz Sobolewski

Wir Seesterne, eine Auswahl seiner Gedichte in den Übersetzungen von Dagmara Kraus in verbesserter Neuausgabe

19x12cm, 94 Seiten, 10 Euro (D), 978-3-942901-19-2, lieferbar

Bestellen unter info[at]reinecke-voss.de

„Die reiche Instrumentierung seiner lyrischen und erzählerischen Rhetorik wie auch die permanenten Anspielungen auf zutiefst persönliche, meist problematische Befindlichkeiten oder auf schwerlich eruierbare historische und literarische Bezugspunkte – all das macht Białoszewskis Texte (vollends die Gedichte) für jeden Übersetzer zu einer abschreckenden Provokation. Diese wird noch verschärft dadurch, dass der Autor Grammatik und Syntax in vielen Fällen krass missachtet … man darf sich freuen, dass ein kleiner Leipziger Verlag das Interesse und die Energie aufgebracht hat, Miron Białoszewski, so vielen Widerständen zum Trotz, ins Deutsche zu bringen.“ Felix Philipp Ingold www.nzz.ch/feuilleton/buecher/der-polnische-lyriker-miron-bialoszewski-ein-populaerer-hermetiker-ld.109989

"Vom Eischlupf Sechs Texte in synoptischen Nachdichtungen. Mit einem unveröffentlichten Brief des Dichters. Herausgegeben von Dagmara Kraus. Mit Nachdichtungen von Konstantin Ames, Kenah Cusanit, Peter Dietze, Christian Filips, Dirk Uwe Hansen, Angelika Janz, Jerzy Kaczmarek, Norbert Lange, Kerstin Preiwuß, Sophie Reyer, Tobias Roth, Monika Rinck, Bertram Reinecke, Schuldt, Ulf Stolterfoht und Przemek Zybowski

19cm x 12cm, 72 Seiten, 10 Euro (D) 

ISBN 978-3-942901-16-1

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„mehr als ein Lesevergnügen – ein Leseabenteuer“ Felix Philipp Ingold www.planetlyrik.de/miron-bialoszewski-vom-eischlupf/2015/04/

„Von den spielfreudigen, ja in ihrer Spielfreudigkeit am meisten der Idee des Originals ähnelnden Texten, wie z.B. bei Konstantin Ames, Christian Filips, Kenah Cusanit, Norbert Lange, Peter Dietze und Ulf Stolterfoht, geht es hin zu den Versuchen, die eher eine sinngemäße Annäherung und Übersetzung wagen (Sophie Reyer, Kerstin Preiwuß, Przemek Zybowski). Beide Versuche sind berechtigt, beide entfernen und nähern sich zugleich dem Original - und hier wird deutlich, warum es manchmal mehrerer Übersetzungen bedarf … Umso dankbarer können wir für so kostbare Bände wie Vom Eischlupf sein, die nicht die Fülle eines Werkes durch schiere Masse vermitteln, sondern das Verfahren eines Autors an ausgewählten Beispielen sichtbar machen.“ Adrian Kasnitz www.fixpoetry.com/feuilleton/kritiken/miron-bialoszewski/dagmara-kraus/vom-eischlupf

„Der 1922 geborene und 1983 gestorbene Warschauer Wohnungstheaterbetreiber, Dauerbettbewohner und lustvolle Hauptvertreter der »linguistischen Poesie« erscheint seinen Lesern über alle Sprach- und Zeitbarrieren hinweg ganz nahe mit seinen herrlich höchstpersönlichen Sprachspielen. Im neuen Band bei Reinecke & Voß geschieht das nun auf angemessen unstete Weise, wenn gleich sechzehn Dichterinnen und Dichter sechs seiner Gedichte immer wieder neu übersetzen – »wehohuwa­ bohuhn mit kraft«! Lauter verschiedene Mirons lesen“ Aus der Jurybegründung zur Liste der Lyrikempfelungen 2015. Die Empfehlungsliste wird von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Stiftung Lyrik Kabinett und der Literaturwerkstatt Berlin in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bibliotheksverband präsentiert. www.lyrik-empfehlungen.de

 

Außerdem übersetzte Dagmara Kraus für die Edition foto TAPETA 2014 „Das geheime Tagebuch“ von Miron Białoszewski (Prosa).